Die Verwitterung von Silikatgestein wandelt Kohlendioxid natürlich in gelöstes Hydrogencarbonat um, ist jedoch langsam. Das Team veränderte das Meeresbakterium Alteromonas macleodii so, dass es dauerhaft Petrobactin bildet, einen Siderophor, der Eisen von Mineraloberflächen löst.
In vier kleinen Durchflussreaktoren erzeugte der veränderte Stamm mehr als hundertmal so viel Petrobactin. Die anhand der Nickelfreisetzung gemessene Olivinauflösung stieg gegenüber der abiotischen Kontrolle um das 2,6 ± 1,0-Fache; der Wildtyp bewirkte keinen statistisch signifikanten Anstieg.
In einem Piloten mit echtem Meerwasser erreichte die Magnesiumfreisetzung zeitweise das 3,1-Fache der Kontrolle. Die Alkalinitätsbildung entsprach etwa 0,50 Gramm CO₂ pro Tag, falls es als Hydrogencarbonat verbleibt. Nach rund drei Wochen sank die Leistung durch Biofilm, Krusten und Passivierung; vermutlich reagierte nur die oberste Mineralschicht.
Lässt sich der Mechanismus stabilisieren, könnten geschlossene Küstenreaktoren feinen Olivin und Meerwasser zur Herstellung dauerhafter Alkalinität verbinden. Denkbar wären zunächst Spezialanlagen mit kontrollierter Biomasse und strenger Kohlenstoffmessung, nicht eine unkontrollierte Freisetzung in die Umwelt.
Nötig sind biologische Einschließung, Tests mit natürlichen Mikroben, Kontrolle von Bewuchs und Passivierung, günstige erneuerbare Nährstoffe sowie eine Gesamtbilanz von Abbau, Mahlen, Transport und Energie. Optimistisch sind größere geschlossene Pilotanlagen in 3–5 Jahren und erste begrenzte Betriebe in 7–12 Jahren denkbar, falls unabhängige Tests eine wirklich negative Bilanz bestätigen.

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